Definition

Der Master Patient Index (MPI) ist ein Konzept zur Überwindung der Schranken zwischen IT-Lösungen verschiedener Hersteller oder Generationen ohne Gefährdung des Patienten.

 

Dazu wird ein Index verwaltet, welcher möglichst alle bekannten und vergebenen Identitäten eines Patienten aus verschiedenen Bereichen (Krankenhäusern, Abteilungen eines Krankenhauses, Arztpraxen etc.) referenzieren soll.

Ein MPI dient dazu, die Information aus den verschiedenen Quellen unter einer gemeinsamen Identität (einem Index) auch übergreifend über aufeinanderfolgende Fälle desselben Patienten aufzufinden. (Quelle Wikipedia.de)

Die Funktionalität von KOMPASS ist in 4 Hauptbereiche unterteilt.

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Unter Verwendung von allgemeingültigen Standards aus dem medizinischen, bzw. Internet Umfeld (HL7, GDT, BDT, LDT, DICOM, XML, JSON, REST) kann auf diese Daten zugegriffen werden.

 

Zusätzlich wird eine Datenbankschnittstelle zur Verfügung gestellt, auf die per ODBC oder JDBC ausschließlich lesend zugegriffen werden kann. Die Zugriffsrechte dazu sind rollenbasiert fein justierbar.

Der erste Funktionsbereich ist die grundlegende MPI-Funktionalität. Auf Basis einer SQL Datenbank wird ein umfassender Patienten-Index verwaltet, in dem alle Daten aller angeschlossenen Systeme zusammengefasst sind.

Das Vorhandensein eines MPI ist lediglich eine zwingende Voraussetzung für die mögliche Kommunikation der Subsysteme untereinander.

 

Gewünscht wird aber in der Regel eine (begrenzte) Zugriffsmöglichkeit auf die,  in den jeweils anderen Subsystemen enthaltenen Daten.

 

Dafür wird eine zentrale Software benötigt, die diesen Zugriff steuert.

Aus organisatorischen Gründen sollen alle angeschlossenen Systeme dafür möglichst geringen, individuellen Aufwand treiben müssen.

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So besteht der zweite Funktionsbereich darin, historische und aktuelle Falldaten aller angeschlossenen Systeme zentral in einer Weboberfläche anzubieten.

 

Systeme, die längst abgelöst worden sind, können abgeschaltet werden.

In der Vorbereitung dazu wird die medizinische Dokumentation aller Patienten importiert oder vorzugsweise lediglich referenziert. Unterschiedliche Datenformate werden konvertiert und vereinheitlicht.

 

(Typischerweise erfolgt die Konvertierung in ein PDF Format).

Die Hersteller der angeschlossenen Systeme müssen ihrerseits nur einen Webseitenaufruf (URL) erzeugen, der die eigene Patienten-ID als Suchparameter enthält. In dem sich anschliessenden Browserfenster sind nun, in einer an eine Karteikarte angelehnten Darstellung alle verfügbare Information zum Patienten zusammengetragen. Von hier aus gelangt man durch Anklicken eines Links zu Befunden, Laborwerten und - falls vorhanden - sogar zu den Untersuchungen im PACS.

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Im dritten Bereich bietet KOMPASS eine zentrale Übersetzungsfunktion zwischen den medizinischen Datenstandards im stationären und ambulanten Kontext.

Während HL7 im stationären Umfeld allgegenwärtig ist, findet man es bei den ambulanten Systemen eher selten umgesetzt. Hier findet man meistens xDT oder andere propietäre Formate.

 

Alle angeschlossenen Systeme können die Transformationsfähigkeiten des MPI-Servers nutzen, um mit anderen Systemen zu kommunizieren, ohne deren individuelle Sende- oder Empfangsschnittstellen umsetzen zu müssen.

 

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Dazu gehört u.a. eine Anbindung an die Medikamentendatenbank IFAP. Hierdurch kann jeder autorisierte Anwender eine Medikamentenrecherche vornehmen und die dazugehörigen Arztinformationen und Packungsbeilagen komfortabel im Browser betrachten.

 

Weiterhin können Dokumente netzwerkweit gescannt und revisionssicher archiviert werden. Bereits vorhandene digitale Dokumente können problemlos in das Archiv integriert werden. Sie sind anschließend sofort in der Karteikartendarstellung des Patienten sichtbar.

Im vierten Bereich sind Funktionen zusammengefasst, die von den vorhandenen Systemen oftmals gar nicht oder nur unzulänglich angeboten werden.

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Zusätzliche Infromationen als Power Point Präsentation